Abfall wird zum Rohstoff
Die Zukunft liegt in der Betrachtung des gesamten Lebenszyklus eines Gutes. Abfall wird zum Rohstoff beim Schließen eines Stoffkreislaufs.
Die Produktions- und die Abfallwirtschaft müssen also Hand in Hand arbeiten, sodass anorganische Abfälle möglichst zu 100% wiederverwertet werden können. Organische Abfälle hingegen können einerseits in der Energiegewinnung (Biogas) anderseits zur Bodendüngung eingesetzt werden. Humusreicher Boden ist obendrein ein guter CO2-Speicher.
Abfallvermeidung wird aber immer von Bedeutung sein, daher starteten das Land NÖ und die NÖ Abfallverbände bereits 2007 die Aktion "Sauberhafte Feste" und beeinflussen damit die Abfallvermeidung und Abfalltrennung bei Veranstaltungen.
Innovationen wie Biokunststoff werden vom Land NÖ in Kooperation mit Wirtschaft und Industrie vorangetrieben und anhand von Studien auf Einsatzmöglichkeiten untersucht: So werden inzwischen Biokunststoffsackerl zur Frischhaltung für Obst, Gemüse und Brot verwendet.
Daten zur NÖ Abfallwirtschaft:
722.809 Tonnen Abfall sind in NÖ im Jahr 2009 angefallen, das sind durchschnittlich 456 Kilogramm pro Person. Etwa 59% davon wurden getrennt gesammelt und einer Verwertung zugeführt. Der Rest der Abfälle wurde thermisch genutzt. Damit wird die Entwicklung von Deponiegas, das unsere Atmosphäre 23-mal mehr belastet als CO2, weitgehend unterbunden. Auch das effiziente NÖ Logistiksystem bei der Restmüllentsorgung (Nutzung der Transportkapazitäten der Bahn) spart CO2-Emissionen ein.
